Das sind die Gewinner 2021

Veranstaltung

NÖ Holzbaupreis

Das sind die Gewinner 2021

22. Okt. 2021 | St. Pölten

Zum 18. Mal in Folge suchte eine sechsköpfige Fachjury die besten Holzbau-Objekte aus 89 Einreichungen aus und kürte sie mit dem renommierten Award. Holzbauten, die architektonisch aus der Masse herausstechen, die besonders nachhaltigen Ansprüchen gerecht werden, die in ihrer Bauweise zukunftsweisend sind – das sind die Gewinner des diesjährigen Niederösterreichischen Holzbaupreises. Die sechs besten wurden nun mit dem NÖ Holzbaupreis 2021 ausgezeichnet. Vergeben wird der Preis vom Land Niederösterreich, proHolz NÖ/Wirtschaftskammer NÖ und der Landwirtschaftskammer NÖ.

Mutige und neue Ideen im Holzbau

„Der Holzbaupreis soll die Projekte vor den Vorhang holen, wo Bauherrinnen und Bauherren, Planerinnen und Planer sowie Holzbaubetriebe Mut zeigten, etwas Neues, Ansprechendes und Nachhaltiges entstehen zu lassen“, sagt der Wohnbau-Landesrat Martin Eichtinger. „Wir wollen die Vielfältigkeit von Holz aufzeigen und ebenso die junge Generation ermutigen, sich in Zukunft verstärkt mit dem Naturbau- und Werkstoff Holz auseinanderzusetzen.“

Ziel dessen ist die Förderung und Anerkennung von besonderen Leistungen des Holzbaus als Beitrag zur Baukultur. Die Projekte fokussieren sich auf Niederösterreich, aber auch Projekte von niederösterreichischen Holzbaubetrieben, die außerhalb des Bundeslandes realisiert wurden, können in der Kategorie „Außerhalb von NÖ“ eingereicht werden.

„Die beim Niederösterreichischen Holzbaupreis 2021 nominierten Objekte zeigen vorbildlich, wie Klimaschutz und innovative Architektur Hand in Hand gehen können. Aus allen Einreichungen erhielten neun Projekte eine Nominierung, sechs eine Anerkennung und sechs den Holzbaupreis, eines davon den Sonderpreis“, erklärt Franz Kirnbauer, Obmann der Fachgruppe Holzindustrie Niederösterreich.

Wichtiger Beitrag zur Holzbaukultur

Allein in Niederösterreich gibt es über 33.200 Forst- und Holzwirtschaftsbetriebe. Holz ist hier einer der wichtigsten Wirtschaftssektoren. „Österreich hat mit einem hohen Waldanteil, einer etablierten nachhaltigen Forstwirtschaft, einer gut ausgebauten Holzindustrie und anerkannten holzbasierten Forschungseinrichtungen die besten Voraussetzungen, eine Vorreiterrolle im Holzbau einzunehmen“, sagt Franz Fischer, Vorsitzender des Forstausschusses der LK NÖ. Die Baubranche trägt zudem wesentlich zum Klimaschutz bei. „Entscheidungen, die zugunsten des Einsatzes von Holz getroffen werden, sind auch jene, bei denen ein wesentlicher Beitrag zur Stabilisierung unseres Klimas gemacht wird“, weiß Franz Schrimpl, Obmann von proHolz NÖ. „Durchschnittlich bindet ein Kubikmeter Holz fast eine Tonne CO2.“

Die Preisträger

In der Kategorie Wohnbauten konnte das Wohnhaus Absdorf überzeugen. Der langgestreckte, eingeschossige Baukörper greift mit seiner schlichten Satteldachform die regionaltypische Streckhofform auf. Durch das Raumkonzept fließen die Bereiche ineinander und lassen das Holz ideal zur Geltung kommen. Die Jury lobt die „höchste Verarbeitungs- und Ausführungsqualität und den durchdachten Materialmix aus den Werkstoffen Beton und Holz“.

Gewinner der Kategorie Um- und Zubau, Sanierung ist die Villa Sternberg in Klosterneuburg. Das Gebäude aus der Jahrhundertwende wurde revitalisiert, in eine lichtdurchflutete Wohnung mit rund 300 m2 Nutzfläche verwandelt und hat damit gezeigt, wie viel Potenzial in alter Substanz steckt. Die statische Dachkonstruktion wurde unverändert beibehalten, die Dach-Innenflächen mit massiver Sturzschalung aus Lärche verkleidet. „Trotz der umfassenden Renovierung und aufwendigen Änderungen im Inneren bleibt die Villa von außen völlig unverändert“, ist die Jury begeistert.

Überzeugen konnte der Kindergarten Deutsch-Wagram in der Kategorie Öffentliche- und Kommunalbauten, der von der Jury als „Holzerlebnis pur“ beschrieben wird. Der in Holzmassivbauweise aus heimischem Fichtenholz in verschiedenen

Oberflächenstrukturen errichtete Neubau zeigt sich als ruhiger, eingeschossiger Baukörper. Die vier Gruppenbereiche sind auf zwei Seiten vollflächig verglast, die Nebenräume wurden als vorgefertigte Raummodule montiert. Die dazwischenliegenden Gruppenräume konnten somit stützenfrei überspannt werden.

Die Kategorie Nutzbau gewann das Projekt EGGER_FORUM_URB in Unterradlberg. Mit dem dreigeschossigen Holzbau in Modulbauweise zeigt die holzverarbeitende Firma Egger ihr Können: Sowohl an den Bauteilen als auch in den Ausstellungs-Räumen ist die Anwendung von Holzprodukten erlebbar. „Holz-Deckenkonstruktionen als Hohlkastenelemente mit Spannweiten von 11,40 m zeigen eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit des Baustoffs Holz. Die damit erreichte Stützenfreiheit des Gebäudes ergibt eine hohe Flexibilität in der Nutzung als Restaurant, Ausstellungsfläche und Büro“, so die Jury.

Ein weiteres Gewinner-Projekt gibt es in der Kategorie Außerhalb von NÖ – und zwar das HoHo in Wien in der Seestadt Aspern. Es ist mit seinen 24 Etagen und einer Höhe von rund 84 m das zweithöchste Holzhochhaus weltweit. Neben einem aussteifenden massiven Erschließungskern bilden die Holzfassadenelemente und Stützen sowie ein umlaufender Betonfertigteilträger, der die Verbunddeckenelemente trägt, die einfache Tragstruktur. Laut Jury nutzt das Gebäude „die Vorteile der Holz-Hybridbauweise und setzt neue Maßstäbe im umweltfreundlichen Hochhausbau“.

Fotos: Josef Bollwein

Text: Wirtschaftskammer Niederösterreich, 22. Okt. 2021

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